Atemschutzmasken – eine Sicherheitsvorkehrung

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Atemschutzmasken sind Sicherheitsvorkehrungen, die das Gesicht stellenweise oder komplett bedecken, um Luftschadstoffe oder Keime fernzuhalten. Unter anderem sind sie ein wichtiger Bestandteil der militärischen Schutzausrüstung und ein Teil des Equipments bei gefährlichen Einsätzen von Hilfsorganisationen wie Feuerwehr oder Technischen Hilfswerke. Materialseitig bestehen sie aus unterschiedlichen Werkstoffen, die für ein angenehmes Tragegefühl sorgen. Vor allem gibt es wesentliche Unterschiede in der Schutzwirkung und Tragedauer im Vergleich zu medizinischen Hygienemasken. Auch was die Qualität anbelangt, sind diese deutlich besser verarbeitet.

Arten von Atemschutzmasken

Sogenannte Vollmasken sind meist aus Silikon oder einem gummiartigen Stoff hergestellt. Sie umhüllen das ganze Gesicht und haben im Bereich der Augen eine transparente bzw. durchsehbare Linse. Darüber hinaus verfügen sie über ein Atemventil, einer Membran zum Sprechen und einem Anschluss für einen Lungenautomat. Des Weiteren ist eine Helm-Masken-Kombination zu finden, damit die vorhandene Bebänderung bei Gebrauch gespannt bleibt und nicht verrutscht. Zudem werden Steuerventile verwendet, sodass ein Beschlagen der Sichtlinsen vermieden werden kann. Demgegenüber werden Halbmasken angeboten, die jedoch nicht das gesamte Gesicht, sondern nur die Mund- und Nasenregion umkleiden. Der Teil der Augen ist also völlig frei. In der Regel werden sie partikelfilternd gefertigt, wodurch mehr als 90 % – 95 % der auf sie wirkenden Erreger abgewehrt werden. Produziert werden die Schutzmasken hauptsächlich aus einem Vliesstoff und können mit Gummibändern an den Ohren befestigt werden. Daneben ist der Nasenbügel flexibel einstellbar, was eine Anpassungsfähigkeit am individuellen Gesicht ermöglicht. Allerdings wird eine maximale Tragedauer von nur acht Stunden empfohlen, da ansonsten die filternde Wirkung nachlässt. Außerdem handelt es sich um Schutzmasken, die eher für den Einmalgebrauch konzipiert wurden.

Im Handel sind dann Halbmasken in unterschiedlichen Klassifizierungen und Normen verbreitet. Die verschiedenen Stufen beurteilen vor allem die Anzahl der Lage, wie undicht die Maske ist, welches Atemventil verwendet wird und wie stark die Filterfunktion ist. Im europäischen Raum sind derartige Masken als Filtering Face Piece (FFP) gekennzeichnet. Verwandte Arten aus Fernost tragen die Bezeichnungen KN95, KN oder PD. Von der Schutzwirkung im Prinzip das Gleiche. Am besten von der Filterfunktion eignet sich jedoch ein FFP2 Maske oder FFP3 Maske, die bis zu 99 % aller Partikel abfangen.

Sonstiges

Schwierigkeiten gibt es häufig bei der Fragestellung über die Wiederverwendbarkeit. Oft wird der Buchstabe R (reusable) vom Hersteller auf solche Masken gedruckt, um zu zeigen, dass die Maske erneut benutzt werden kann. Nicht selten ist auch eine ergänzende CE-Zertifizierung zu finden. Da derlei Masken allerdings etwas teurer sind als Einwegmasken, werden sie entsprechend sterilisiert und wieder aufbereitet. Je nachdem welcher Maskentyp genutzt worden ist, werden diese über mehrere Stunden oder Tage bei trockener Umgebung erhitzt. Dies soll verhindern, dass auf der Oberfläche der Maske Keime zurückgeblieben sind. Gerade im Gesundheitssektor ist dies dennoch die Ausnahme, da die Infektionsgefahr einfach zu hoch ist.